porträt
Udo Straßmann,  Jahrgang 1954

Seit ich erstmals eine Kamera in den Händen hielt, sehe ich Bilder, zunächst gezeichnet als imaginierten Film auf eingelegtem Zeichenpapier, weil die erste 6×6-Kamera (eine zweiäugige Rollei) defekt war. Ich glaube, daher rührt auch meine Vorliebe für Comics, die ich bis heute leidenschaftlich gerne lese.

Geschult im Sehen durch Zeichnen und Aquarellieren, ist für mich das Bild konzentrierte Wirklichkeit, auch wenn nicht immer alles so war wie auf dem Bild. Der Ästhet in mir möchte störende Details schon bei der Aufnahme eliminieren, spätestens in der Bearbeitung. Aber immer mehr fasziniert mich auch das Störende, Verquere, Hässliche.

Die Segnungen der Digital-Fotografie habe ich erst spät genutzt (ab 2007); bis dahin wurden Filme belichtet, selbst entwickelt und vergrößert (SW), in erster Linie Infrarotfilme. Erst die Umrüstung einer Digitalkamera für die Infrarotfotografie hat mich vollends zur Digitalfotografie gebracht.

Fotografie ist auch ein Hilfsmittel zur Dokumentation. Seit meinem 11. Lebensjahr zeichne ich Ereignisse, Begegnungen, Zeitungsartikel u.a. in Ordnern auf; mittlerweile wird dies zu einem Platzproblem, so dass ich in letzter Zeit häufig auf Fotobücher zurückgreife, in denen ich thematisch Reisen und ausführliche Foto-Berichte darstelle.

Seit meinem Eintritt in die „passive Phase der Altersteilzeit“ liegt meine Aktivität auch verstärkt in der Malerei. Im Herbst 2015 konnte ich erstmalig beide Seiten meines Schaffens im Rahmen einer Ausstellung zum Thema „Grenzüberschreitungen“ zeigen.

Mittlerweile sind die Entfaltung in Kunst und Malerei soweit gediehen, dass ich auf dieser Homepage Ordner mit Bezug zu eigenen oder besuchten Ausstellungen integriere.