Wittgensteiner Land (Bad Berleburg)

Das Wittgensteiner Land gehört zum Kreis Siegen-Wittgenstein. Der überwiegende Teil gehört naturgeographisch zum Rothaargebirge mit bis zu 843 m hohen Erhebungen. Das Gebiet ist schon in vorchristlicher Zeit von Kelten besiedelt worden. Die eigentliche Landnahme erfolgte unter den Karolingern in lockeren Siedlungen (Ortsnamen auf -hausen endend). Erst mit dem Grafen Werner I von Battenberg und Wittgenstein 1238 bildet die Region als Wittgensteiner Land geographisch und rechtlich eine eigene Einheit in Abgrenzung zum Sauerland, dem Siegerland und zu Hessen.

Mit 13.000 ha Waldfläche im Besitz von Richard Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg wird ein riesiges Areal forstwirtschaftlich genutzt. Der Prinz, selbst leidenschaftlicher Jäger, führte 2013 als Beitrag zum Natur- und Artenschutzprogramm Wisente im Rothaargebirge ein, was jedoch zu Streitigkeiten mit den sauerländischen Waldbauern und zu unschönen Aussagen des Prinzen führte. Er wurde mit einer Geldstrafe von 5.000 € belegt.

Neben der Forstwirtschaft spielen bis heute der Abbau von Schiefer und das Steinwerk in Raumland (Steinwerk Raumland Böhl GmbH) und der Tief- und Wasserbau (HBB GmbH) eine gewisse Rolle.