2021

Schloss Gimborn (13.05.2021)

Ein Ausflug nach Schloss Gimborn (Gemeinde Marienheide) ist allemal lohnend, bietet doch das Schloss von Baron Peter Freiherr von Fürstenberg eine prächtige Kulisse in diesem Teil des Oberbergischen Landes. Das Schloss wird von dem Freiherrn bewohnt, dient aber darüber hinaus seit 1969 dem Verein „Informations – und Bildungszentrum Schloss Gimborn e.V.“ als Tagungsstätte für unterschiedliche Seminare, wie etwa „Beihilfe, Vorsorge und Versicherung“,  „Motorradkultur“ oder „Tactical First Aid for Police Officers“ (Auszug aus dem Programm 2021). Gimborn wird 1273 von den Grafen von Berg an den Grafen von der Mark verpfändet. Es muss also schon da lange vorher gebaut worden sein, denn in der Nachbarschaft existiert die Ruine der Wasserburg Eibach (heute zu Lindlar gehörig), welche bereits Mitte des 10. Jhs. errichtet wurde.

Eine Wanderung vorbei an der katholischen Kirche St. Johannes Baptist und dem ehemaligen Pfarrhaus und der Küsterei verläuft oberhalb der Leppe, einem knapp 20 km langen Nebenfluss der Agger und führt hinauf zur Hofschaft Unterpentinghausen (1468 ist ein Müller von Pentekusen erwähnt), wo ein Bioland-Hof Pferdeställe bereithält und eine Zucht Schottischer Hochlandrinder hält. Folgt man der Höhe weiter hinauf (350 m), überblickt man die umliegenden Höhen von Warenkopf oder Gummershardt (ca. 400 m), die erschreckend kahl sind durch die Abholzung der durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorbenen Fichtenbestände.

 

An der Lindlarer Sülz (01.05.2021)

Von Linde führt ein Wanderweg zur Trasse der ehemaligen Eisenbahnstrecke Köln-Mülheim – Lindlar (bis 1965), der man bis Schätzmühle folgen kann. Dann quert man die Lindlarer Sülz, den Hauptstrang des ab Hommerich nur noch Sülz genannten Flusses (Gesamtlänge 48,5 km) und geht über Unterbreidenbach und Frangenberg zurück. Auffällig die abgeholzten Hänge und ein ziemlicher Verkehrslärm auf der L 284.

 

 

Bergische Winterimpressionen (2021)

Winterzauber

Die Schneemengen am Wochenende (24.01.) zaubern eine tiefverschneite Landschaft, die noch einmal ganz andere Eindrücke hervorruft als eine Woche zuvor (siehe „Rund um die Panzertalsperre“)

Baumfällungen

Bäume, die nicht mehr verkehrssicher sind, müssen gefällt werden, auch auf den Nebenstraßen.

Eipringhauser Felder (Wermelskirchen)

An diesem Sonntag (10.01.) nutzen die Städter von Rhein und Ruhr den Schnee in Remscheid, Wermelskirchen und Umgebung. Man sieht es an den Nummernschildern der Autos auf den Parkplätzen. Nachdem der Oberrheinische Kreis und Winterberg im Sauerland davor gewarnt haben, zu ihnen zu kommen, weil ein Verkehrschaos drohte und die Corona-Sicherheitsregeln auf den eigentlich geschlossenen Pisten nicht beachtet würden, haben sich viele Familien auf den Weg ins Bergische Land gemacht. Fast jeder kleinere Hügel ist mit Schlittenfahrern besetzt. Ein Gedränge und bedenkliche Begegnungen sind allerdings nicht zu beobachten.

Die Eipringhauser Felder (Wermelskirchen) gelten als Schneefänger. Während der Wald im Tal des Eifgenbachs nur wenig Schnee aufweist, liegen auf den windexponierten Feldern des Dorfes ca. 5-10 cm Schnee. Das reichte für eine Fülle von Schneemännern. Das Schlittenfahren geht zwar nicht so gut, bei 4 Grad ist der Schnee pappig. Dem Spaß für die Kinder tut das jedoch keinen Abbruch. Die Spaziergänger können bei kurzfristig aufreißendem Nebel eine herrliche Winterlandschaft erleben.

Rund um die Panzertalsperre

Die Panzertalsperre in Lennep (heute Stadtteil von Remscheid) war die zweite Trinkwassertalsperre Deutschlands (1893). Nach einer Restaurierung der Staumauer dient das Wasserreservoir und der umliegende Wald heute der Naherholung.

Am Eschbach (Remscheid)

2020

Von Schloss Burg bis Müngsten und zurück (November 2020) 
Delling

Der Spätherbst 2020 beschert dem Bergischen Land sonniges und relativ mildes Wetter. Die Landwirte lassen ihre Tiere noch draußen grasen, sparen sie doch so Futter für die Winterzeit. In der evangelischen Enklave „In der Delling“ (Gemeinde Kürten) rauchen die heimischen Herde, aber das Ausflugs-Café bleibt wegen Corona weiterhin geschlossen. Auch wenn die meisten Bäume ihre Blätter abgeworfen haben, zeigt sich eine schöne spätherbstliche Landschaft, über die hinweg man vom knapp 300 m hohen Pferdskopf bis weit nach Remscheid mit seinem markanten Rathaus in 365 m Höhe (der Hohenhagen hat sogar 378 m) hinübersehen kann. Die Rückfahrt nach Remscheid erfolgt über Junkermühle an der Kürtener Sülz und Wipperfürth, wo ein nahezu runder Mond knapp über den Hügeln den Tag in der Natur beschließt.

 

An der Agger
Im Eifgental und Altenberg
Herrenstrunden

 

Von Schloss Burg bis Glüder
Rund um den Rüdenstein (Wupper)

Der 21. Oktober 2018 ist wie schon die vergangenen Tage sonnig und ungewöhnlich warm. Bei ca. 20 Grad sitzen wir nach einer Wanderung um den Rüdenstein (Wupper) in der Gaststätte „Rüdenstein“ im Biergarten und lassen uns ein Hirschgulasch schmecken.

 

Hückeswagen

 

Das Ende einer Fabrik …
Radevormwald – Wilhelmsthal

Obwohl urkundlich bereits 1493 erwähnt, lebten 1815 lediglich 8 Menschen hier. 1833 errichtete Georg Heinrich Stuhlmann eine Tuchfabrik. Mit den zugezogenen Arbeitern wuchs ein kleiner Ort. 1856 übernahmen die Gebrüder Hilger die Anlagen und betrieben eine Weberei und Tuchfabrik. Nach 1870 entstanden Arbeiterwohnhäuser. 1886 erhielt der Ort Anschluss an das Bahnnetz. Es leben jetzt 380 Menschen hier. Nach einem Brand der Industrieanlage 1890 und der anschließenden Insolvenz der Gebrüder Hilger übernimmt 1896 Carl Cäsar die Anlagen und gestaltet sie zu einer Papierfabrik um, die Fahrkartenkarton und Tapetenpapier herstellt. 1927 gibt es einen erneuten Eigentumswechsel. Wilhelm Ernst & Luh aus Achern übernehmen das Werk. Man produziert jetzt Zementsäcke. 1960 übernahm das schwedische Unternehmen Korsnäs das Werk. Dieses produziert noch bis 1970. Danach ist das Hauptgebäude dem Verfall preisgegeben. In kleineren Gebäudeteilen hat sich unterschiedliches Kleingewerbe niedergelassen.

 

Von Dahlhausen bis Beyenburg
Altenberg