2015

Am 11.04. fand die vorläufig letzte Foto-Tour mit go2know in den Beelitz-Heilstätten statt. Diese ehemals zur Landesversicherungsanstalt gehörende Lungenheilanstalt, erbaut um 1900, war zu Zeiten der DDR bis 1990 von den Russen als Heilstätte reklamiert worden. Nach dem Auszug der Russen verfielen die Gebäude von Jahr zu Jahr, wobei von Anfang an illegal auf das Gelände eingedrungen wurde, um alles, was man irgendwie gebrauchen konnte, abzubauen, zuletzt noch die Kacheln an der Wand. Ein Investor versprach die Restaurierung, sah sich aber den Härten des Denkmalschutzes ausgesetzt, der für neue Regenrinnen als Material Kupfer vorschrieb. Schon kurz nach dem Verbau neuer Regenrinnen, wurden diese geklaut. Jetzt sorgt ein Sicherheitsdienst für den kontrollierten Zugang, etwa durch die Agentur go2know, die sich auf den legalen Zugang zu lost places spezialisiert hat.

In Berlin-Mitte gibt es in der Mauerstraße noch vereinzelte Szene-Lokalitäten, die im Kiez im Osten Berlins, etwa in Friedrichshain oder Prenzlauer Berg vermehrt zu finden sind. Das Holocaust-Mahnmal fordert fotografisch heraus. Der Besuch des neuen Panorama-Punkts am Potsdamer Platz öffnet eine grandiosen Blick auf das Berlin mit der Philharmonie, Tiergarten bis hinüber nach Moabit.

 

2017

Auch 2017 gibt es wieder Touren von go2know auf dem Gelände der Beelitz Heilstätten. Für Filmaufnahmen waren in einem Gebäude Fassaden und Treppen wieder restauriert. Das sorgte für entsprechende Kontrastaufnahmen, wenn man mit 2015 vergleicht.

MIt den Fotofreunden Detlef Hinz und Fritz Zander vom Fotoforum Wuppertal (http://fotoforum-wuppertal.de/) unterwegs in Beelitz. Vorher besuchten wir die Galerie Weick (http://www.atelier-weick.de/). Nun hoffen wir auf regen Kontakt für die eigene „Galerie-im-Turm“, die das Fotoforum seit 1991 betreibt (siehe auch facebook: Galerie im Turm).

 

Historischer Heilstättenbetrieb

Die historischen Aufnahmen sind aus dem Archiv von go2know

Im März 2017 sendet das Fernsehen eine TV-Serie über die Charité in Berlin. Die bahnbrechenden medizinischen Forschungen und Leistungen der Ärzte begründeten 1891 das Robert-Koch-Institut und 1898 – 1902 erste Beelitzer Heilstätten, die im Dienste der Bekämpfung der Tuberkulose standen. Nach weiteren Erweiterungsbauten entstand 1908 das sogenannte Alpenhaus. Von 1914-1918 diente Beelitz als Lazarett. Nach weiteren Bauphasen 1926-1930 und 1942-1944  wurden die Einrichtungen abermals von 1939-1945 als Lazarett genutzt. Von 1945 -1994 nutzte die Sowjetunion die Anlage als Zentrales Militärkrankenhaus. 1998 ist ein Gebäudekomplex wieder vollständig als Neurologische Rehabilitationsklinik in Betrieb. Die anderen Gebäude stehen leer. Das ehemalige Frauensanatorium, die Küche und Wäscherei werden derzeit als Wohnateliers für Kreativschaffende als Eigentum oder zur Miete umgebaut.

Beelitz – Baumkronenpfad

Auf einer Länge von 320 m und 23 m Höhe führt ein Metallpfad am sogenannten Alpenhaus von 1908 vorbei, ein riesiger Komplex für 273 Patientinnen gebaut.  Auf dem Dach befand sich  ein riesiger Wasserbehälter. Am Ende des 2. Weltkrieges wurde das Haus  in Brand geschossen. Da auch die in Beelitz einrückende sowjetische Armee das Gebäude später nicht mehr nutzte, eroberte sich die Natur sukzessive Terrain zurück. Ein richtiger Wald entstand so in luftiger Höhe. Von dem 40 m hohen Turm kann man die Weitläufigkeit der Heilstätten von Beelitz überschauen.

Berlin – März 2017

 

Begegnungen in Berlin
im April

 

Fritz Zander hatte die Kontakte zur Galerie Weick und zu Tamara Freyer geknüpft.

 

 

Berlin

im September 2017

 

Mit dem Fotoforum Wuppertal zum gemeinsamen Fotografieren in Berlin. Wir wohnen im Hotel 103 in der Schönhauser Allee 103, von wo es eine gute Anbindung zu allen Zielen in der Stadt gibt. Heinz Rudolf Hönings, freiberuflicher Dozent der Friedrich-Ebert-Stiftung, stellt ein attraktives Programm zusammen mit Besuchen in den Heilstätten Grabowsee (siehe Ordner), mit dem Besuch der ehemaligen Radarstation am Teufelsberg und einer Führung der alten AEG-Stadt in Schöneweide.

 

 

Radarstation Teufelsberg

Der Teufelsberg, mit 120 m Höhe die zweithöchste Erhebung Berlins und überwiegend aus Schutt aus dem 2. Weltkrieg bestehend, diente den Amerikanern bis Anfang der 90er-Jahre als Abhörstation, danach bis 1999 als Flugsicherungsradar-Anlage. Der derzeitige Eigentümer versucht, durch Ansiedlung von Künstlern und Einnahme von Eintrittsgeldern die Anlage als Denkmal zu erhalten.