16. Düssel-Tour (26.04.2026)
Treffpunkt war dieses Mal der S-Bahnhof Derendorf. Ein Gang zur neuen HSD (Hochschule) zeigt die Umgestaltung des alten Schlachthofgeländes von 1899, welches bis Anfang der 30er-Jahre ständig erweitert wurde und einen Gleisanschluss hatte. Die Nazis deportierten von hier fast 6000 Juden. Obwohl die neue Hochschule mit Alu-Fassaden modernen Zuschnitt hat, blieben einige Gebäude des alten Schlachthofes als Gedenkstätte stehen.
Vom Bahnhof Derendorf geht es hinunter zur Buscher Mühle, die vermutlich seit dem 14. Jh. besteht und 1790 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Bis zum 2. Weltkrieg wurde das Wasser der Düssel genutzt. Trotz starker Beschädigung hat man die Mühle in den 50er-Jahren wieder aufgebaut.
Nicht weit von hier beginnt der Zoopark. Den Düsseldorfer Zoo hatte man jedoch nach dem 2. Weltkrieg nicht wieder aufgebaut.
In der Brehmstraße kommen wir an das alte Eisstadion. Lautsprecherdurchsagen lassen vermuten, dass die Eislaufsaison endgültig beendet wird, auf der Straße schwitzen zahlreiche Teilnehmer beim Düsseldorf-Marathon. Wir wissen nicht, wer den Marathon in Düsseldorf gewonnen hat, erfahren aber, dass beim London-Marathon der Langzeit-Rekord gebrochen wurde und der Kenianer Sabastian Sawe erstmals die 2 Stunden-Marke mit dem Einlauf in 1:59:30 geknackt hat. Auch der Zweit- und Drittplatzierte (aus Äthiopien und Uganda) liegen unter der alten Rekordmarke.
Rainer: „Durch das grün eingebettete Bachtal geht es zur belebten Grafenberger Allee zum alten Uhrenturm der früheren Haniel & Lueg Maschinenbaufabrik und weiter zu den architektonisch bedeutsamen Haniel-Garagen.“ Hier im Stadtteil Flingern hat der Architekt Paul Schneider-Esleben 1950 – 1953 das erste Parkhaus Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg gebaut. Angeschlossen war auch ein Motel. Die Architektur zeichnet sich durch eine transparente Glasfassade und markante, außenliegende Fahrrampen aus. Diese Rampen sind an Stahlbetonträgern aufgehängt, die über das Dach hinausragen.
Schließlich gelangen wir zum Metro-Gelände mit einer Gedenkstätte des KZ-Außenlagers. Das KZ-Außenlager Berta I im heutigen Grafental-Areal bestand von November 43 bis März 1945 und gehörte zum KZ Buchenwald. Die Häftlinge wurden im Auftrag der Firma Rheinmetall (!) unter anderem für die geheime Kriegswaffenproduktion eingesetzt. Ihre Anzahl schwankte zwischen 300 und 900 Menschen. Untergebracht waren sie in einer Fabrikhalle der ehemaligen Lokomotivfabrik Hohenzollern, die bis 1929 existierte. Ab 1942 nutzte Rheinmetall das Gelände.




































