Anja Niedringhaus – An vorderster Front
Ausstellung in der Ludwiggalerie in Oberhausen (13.05.2026)

„Without Photography, there is no democracy“ (Michael Kamber)

Wie wichtig unabhängige Kriegsberichterstattung und Fotojournalismus sind, beweisen die derzeitigen Kriege der Welt. Von dort, wo die Machthaber keine Journalisten zulassen, erfährt man wenig über die Gräuel die Kriege. Und doch gibt es Fotografen und Fotografinnen, die ihr eigenes Leben riskieren, um die Welt aufzuklären. So auch die 1965 geborene Anja Niedringhaus, die schon über die Balkankriege, über die Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan, über den Gaza-Krieg, den Irak-Krieg und zuletzt über den Militäreinsatz in Afghanistan berichtet hat. Dort wurde sie 2014, eigentlich in einer militärischen Ruhe-Phase, von einem afghanischen Attentäter niedergestreckt, ausgerechnet in jenem Land, wo sie sich besonders hingezogen fühlte und als Frau die Emazipation der afghanischen Frau dokumentieren konnte.